Vendis GmbH informiert über Lieferanten
Lieferanten versorgen Kunden mit Waren und Dienstleistungen verschiedenster Art. Die Auswahl wird von den Empfängern der Waren nach unterschiedlichsten Kriterien vorgenommen. Welche Kriterien darüber entscheiden, wer unter den meist mehreren Dutzend möglichen Lieferanten für eine Lieferung ausgewählt wird, entscheidet in den meisten Fällen die Einkaufsabteilung aufgrund allgemeiner oder spezieller interner Vorgaben.
Besteht beispielsweise überraschend großer Bedarf an einer bestimmten Ware, ist die Lieferzeit ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl des Lieferanten. Der Preis ist in solchen Momenten nicht unwichtig, tritt aber, gegenüber der notwendigen Dringlichkeit der Lieferung, in den Hintergrund. Ein ähnlich wichtiges Kriterium kann die Qualität einer Ware sein. Bestimmte Qualitätsanforderungen können dazu führen, dass eine längere Lieferzeit in Kauf genommen wird, um eine bestimmte Qualität zu erhalten. Der Preis wird bei dieser Auswahl erst dann entscheidend sein, wenn gleiche Qualität zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird. Bei Preisgleichheit kann im dritten Schritt dann die Lieferzeit den Ausschlag geben.
Man unterscheidet unterschiedliche Lieferantenarten. Ein Systemlieferant konzentriert sich auf die Produkte eines Herstellers, sie werden von ihm konstruiert, nachdem sie entwickelt und dokumentiert sind. Weiter produziert er diese Komponenten, einschließlich Serien- und Ersatzteilen für seine Kunden. Da der Systemlieferant sich als Spezialist auf eine Artikelgruppe spezialisiert, kann er häufig wesentlich günstiger liefern als Mitbewerber, die gleiche Produkte im allgemeinen Sortiment führen.
In Zeiten wirtschaftlicher Rezession spüren diese Lieferanten, häufig schon zu Beginn der schwächeren Wirtschaftslage, rückläufige Auftragszahlen. Die Nachfrage nach dem Gesamtprodukt, in welchem das vom Lieferanten hergestellte Einzelteil verwendet wird, geht zurück. In der Folge reduziert der Kunde sofort seine Order und nutzt zunächst vorhandene Lagerbestände. Es ist daher von größter Bedeutung für diese Firmen, dass der Markt permanent beobachtet und analysiert wird, damit man, frühestmöglich, mit Produktionsanpassungen reagieren kann.
Die Globalisierung weitet sich auf immer mehr Bereiche aus und führt zu einem enormen Kostendruck bei den Herstellern der betroffenen Branchen. Dies führt zu einem enormen Kostendruck, den die Produzenten zu einem großen Teil an die Lieferanten weitergeben. Gleichzeitig verkürzen sich die Zeiten, in denen von den Produkten verbesserte Versionen angeboten werden, die Forschungs- und Entwicklungszeiten steigen nahezu analog. Das erhöht den Kostendruck nochmals.
Die Beteiligten sind gezwungen die Produktivität zu steigern, Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Entwicklungszeiten zu verringern, um am Markt zu bestehen. Dabei sind gute Systemlieferanten von entscheidender Bedeutung, da von Ihnen bereits ein Teil der Entwicklungsarbeit vorgenommen wird.
Strategische Lieferanten dagegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich fest an ihre Kunden binden und diese dauerhaft und zuverlässig mit Produkten versorgen, die anderweitig nicht einfach zu bekommen sind.
Diese Lieferanten sind nicht nur vom Liefervolumen her groß, sie sorgen durch Lieferung zuverlässiger Qualität für einen Wettbewerbsvorteil ihrer Kunden. Sie sind daher an langfristigen Verträgen mit den Lieferanten interessiert. Da die Möglichkeiten langfristig strategisch Vorteile zu behalten gering sind, müssen gute Lieferanten von den Kunden an das Unternehmen gebunden werden.
Als Beispiel kann man hier zum Beispiel Mineralölfirmen nennen, die daran interessiert sein müssen, die Rohöllieferanten langfristig an sich zu binden.
Firmen haben daher betriebswirtschaftliche Methoden entwickelt, Lieferanten zu bewerten und zu analysieren. Die Bewertungen münden in einer Klassifizierung mit vorgegebenen Konsequenzen. Hieraus ergibt sich eine Vorauswahl, um die Anzahl der Verhandlungen einzugrenzen. Zusätzlich ist bei diesen Bewertungen die Optimierung der Lieferantenbeziehung von entscheidender Bedeutung. Eine erste Klassifizierung hat daher meist drei Oberkategorien: verbotener Lieferant, zu entwickelnder Lieferant und bevorzugter Lieferant.
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